Am 1. September übernahm Direktor Stephan Neuhoff die Leitung der Berufsfeuerwehr Köln. Zuvor hatte Direktor Dieter Karlsch drei Jahre lang die über Jahrzehnte gut geführte Feuerwehr geleitet. 

Zu Beginn war die Hauptaufgabe von Direktor Neuhoff der Bau der Feuerwehrwachen Chorweiler, Marienburg und Ostheim sowie der quantitativ und qualitativ zunehmend anspruchsvollere Rettungsdienst.

1990


Konnte nicht nur der Bau der Feuerwache Chorweiler begonnen werden, sondern die Hauptfeuerwache in Weidenpesch erhielt einen größeren Übungsplatz. Plötzlich kam dann auch eine neue Feuerlöschbootstation hinzu. Die alte war ohne Wissen der Feuerwehr an den Besitzer des Schokoladenmuseums verkauft worden. Von da an hatte er als einziger Deutscher seine eigene Feuerlöschbootstation, bis 1994 der von ihm stark geförderte Neubau im Deutzer Industriehafen in Betrieb gehen konnte.

1994

Als erste Stadt Deutschlands stellte Köln einen ärztlichen Leiter ein. Dr. Lechleuthner entschied sich für den Schritt zur Feuerwehr Köln und wurde Leiter der neu gegründeten Abteilung Rettungsdienst. Schrittweise verbesserte er die Organisation, Technik und Ausbildung des Kölner Rettungsdienstes und machte ihn zu einem eng verzahnten System von Feuerwehr und Notfallrettung. 
 

1996

Stark orientiert an den Höhenrettern der DDR und dem Vorgehen der Bergsteiger, wurde auf der Feuer- und Rettungswache Ehrenfeld eine Höhenrettungsgruppe gegründet. Ihre Aufgabe ist bis heute die Rettung von lebensmüden Personen von Baukränen und Brücken oder von verunfallten Industriekletteren. Ihr Einsatzgebiet beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Kölner Stadtgebiet. Durch ein spezielles Transportsystem kann ein Vorausteam mit einem der Rettungshubschrauber zu Orten im Kölner Umland gebracht werden. Der Rest der Mannschaft fährt dann mit einem Sonderfahrzeug zum Notfallort.
 
 

1999

In Erwartung des G 8-Gipfels und der EU-Tagung wurde der alte Einsatzleitbus durch einen Einsatzleitwagen ersetzt, der aus einem Sattelauflieger mit hydraulischer Ausschubtechnik und einer Zugmaschine bestand.


   


2005


In diesem Jahr war der Planungsaufwand für den Weltjugendtag und die Fußballweltmeisterschaft ein Jahr später sehr hoch. 1.500 Helfer von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und THW standen bereit, um notfalls bis zu 1.200 Verletzte und 2.000 unverletzte Personen zu betreuen. Das bei Beginn des Weltjugendtages in Betrieb gegangene Führungs- und Schulungszentrum bot nicht nur ausreichend Platz, sondern eine doppelt so große neue Leitstelle hatte ausreichende Räumlichkeiten für die Einsatzleitung und dem Krisenstab.

2009

Am 3. März wurde zum ersten Mal seit Kriegsende Vollalarm für die Freiwillige Feuerwehr Köln ausgelöst. Nach einem Großbrand in einer Kölner Brauerei stürzte um 13.58 Uhr das Kölner Stadtarchiv ein. Es wurde massive Nachbarschaftshilfe in Anspruch genommen und außer der Einsatzleitung wurde der Krisenstab alarmiert. 12 Tage lang war Krisenmanagement zur Bewältigung der großen und äußerst komplexen Schadenslage gefragt.
    

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