Die Feuerwehr und der kalte Krieg

1968

Mit Ende des zweiten Weltkrieges wurde alles, was mit Luftschutz zusammen hing, abgeschafft, da man davon ausging, dass es in Friedenszeiten keine Katastrophen geben würde. Erst der kalte Krieg und die atomare Aufrüstung forderten ein Umdenken. In Köln sollte ein Luftschutzhilfsdienst mit 8.000 Helfern aufgebaut werden. Er sollte sich in neun Feuerwehrbereitschaften mit 31 Schnelltrupps, Sanitätsbereitschaften, Einheiten des Fernmeldedienstes und des ABC – Dienstes gliedern. Die Freiwillige Feuerwehr erhielt zusätzliche Unterkünfte und zahlreiche neue Fahrzeuge vom Bund. Die Feuerwehrmänner lebten jetzt in einer Parallelwelt - auf der einen Seite die hochmodernen Fahrzeuge des Bundes und auf der anderen Seite ihre kleinen Gerätehäuser mit teilweise nur einem Tragkraftspritzenfahrzeug. Schließlich wurden vier Feuerwehrbereitschaften mit 54 bundeseigenen Fahrzeugen aufgestellt.Im gleichen Jahr war die Ankündigung des Leitenden Branddirektors Rudolf Böttcher für den heutigen Rettungsdienst wegweisend, die auf den Feuerwachen stationierten Unfallrettungswagen würden alle durch Notarztwagen ersetzt. Die Notärzte erhielten Funkdienstwagen, um zu den Einsatzstellen auszurücken, wo sie erforderlich waren. Damit war das heutige Rendezvoussystem zwischen Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug geboren.

1971

Nach dem Krieg befanden sich im Kölner Norden nicht nur große Industriegebiete, sondern es entstanden auch große Wohnsiedlungen. Eine neue Feuerwache wurde deshalb im Bereich Chorweiler immer notwendiger. Bevor die Feuer- und Rettungswache Chorweiler 1994 eingeweiht werden konnte, mussten die damaligen Feuerwehrmänner in einigen Provisorien ihren Dienst verbringen. Zuerst waren sie in der ehemaligen Feuerwache der Glanzstoffwerke stationiert. Nach einer Übergangszeit im Katastrophenschutzzentrum in Ossendorf wurde die Bauleitungsbaracke der Firma Neue Heimat an der Stockholmer Allee bezogen.