Wiederaufbau nach dem Krieg


Am 10. Juni 1945 hatte die Berufsfeuerwehr Köln 203 Mitarbeiter, die auf 6 Feuerwachen stationiert waren. Nach der Entnazifizierung konnten 92 frühere Feuerwehrbeamten wieder eingestellt werden. Sicherstellen, Ordnen und Reparieren hieß die Devise bei Fahrzeugen und Geräten. Die aus dem Umland zurückgeholten Fahrzeuge und Geräte waren oftmals so beschädigt, dass aus mehreren Fahrzeugen ein brauchbares zusammengebaut werden musste. Nach dem Zusammenbau wurden die Fahrzeuge rot lackiert und mit dem Schriftzug  „Cologne Fire Police“ versehen.Das bei dem Bombenangriff versenkte Feuerlöschboot konnte zwar gehoben, jedoch nicht repariert werden. Als Ersatz wurde zunächst ein Passagierschiff bei der Firma Weber angemietet. Das Fernmeldenetz war völlig zerstört. Die Feuerwachen am Apostelnkloster und Rathaus kamen für einen Wiederaufbau nicht in Frage. Der Wiederaufbau der Feuerwache Ehrenfeld wurde begonnen, später aber eingestellt und ein Neubau geplant.Viele Gespräche waren notwendig, um ehemalige und neue Mitglieder für den Wiederaufbau der Freiwilligen Feuerwehr zu gewinnen. Der Personalbestand betrug nur noch 318 Männer im Vergleich zu 470 vor dem Krieg. 11 der 16 Löschgruppen gelang es, ihr Gerätehaus wieder aufzubauen. Sie erhielten eine Tragkraftspritze als Ausrüstung, mussten jedoch mit ihrer Zivilkleidung zum Übungsdienst erscheinen. 

1948

Im Oktober übernahm Oberst Walter Hans die Stelle des Branddirektors und damit wieder die Leitung der Berufsfeuerwehr.Durch die Neuordnung des Stellenplanes konnte er das Einsatzpersonal auf 282 Mann erhöhen. Ein Löschfahrzeug wurde mit 8 Mann und eine Drehleiter mit 5 Mann besetzt, so dass mit der Unterstützung von drei Passanten das Sprungtuch vorgenommen werden konnte. Neu beschafft werden konnten zuerst Krankenwagen, Kommandowagen und Kräder.

1952

konnten neue Tanklöschfahrzeuge und Drehleitern beschafft werden. Einige Gruppen der Freiwilligen Feuerwehr erhielten einen VW–Transporter als Kleinlöschfahrzeug.

1954

Der Feuerwehrfunk wurde seit 1949 systematisch aufgebaut und „Florian Köln“ wurde jetzt als Funkrufname festgesetzt. Brandmeister Ulrich legte die Prüfung zum Berufstaucher ab und gründete die Tauchergruppe, die heute ihren Standort auf der Feuer- und Rettungswache Agrippastraße hat.

1956

Am 15. November konnte die neugebaute Feuerwache Ehrenfeld an die Feuerwehr übergeben werden.

1957

Der erste Notarztwagen, der von der Firma Ford gestellt wurde, nahm seinen Dienst in Köln auf. Dies war historisch wegweisend für ganz Deutschland. Professor Dr. Hoffmann und Dr. Friedhoff von der Universitätsklinik sowie Professor Berkenkopf vom Verkehrswissenschaftlichen Institut entwickelten das Konzept. Der Erfolg war so groß, dass die Stadt Köln das Fahrzeug übernahm und auf der Feuerwache Melchiorstraße stationierte. Da die Einsatzzahlen immer weiter anstiegen, wurde zwei Jahre später ein weiteres Notarztfahrzeug in Deutz auf der Feuerwache stationiert.

1962

Der Bau von Feuerwachen braucht einen langen Atem“ mag sich Branddirektor Rudolf Gelbert gedacht haben, als er am 12. März die Feuerwache Agrippastraße eingeweihte. Sie war der Ersatz für die Feuerwachen im Rathaus und am Apostelnkloster. Leider musste erst ein Brand im Hotel Exelsior im Jahr 1957, bei dem neun Feuerwehrmänner schwer verletzt wurden, die Diskussion neu in Bewegung bringen. Ähnlich ging es bei einer Ersatzbeschaffung für das 1916 in Dienst gestellte Feuerlöschboot. Erst nach einem Schiffsunglück in Emmerich, bei dem hunderte Tonnen Leichtbenzin ausliefen und in Brand gerieten, beauftragte das Land den Bau von sieben kleinen und drei großen Löschbooten.

1963

Am 30. April übergab der Regierungspräsident der Berufsfeuerwehr Köln ein großes Boot.