1360 

hatte Köln bereits 30.000 Einwohner und war eine der größten Städte nördlich der Alpen. Die Stadt war nie ein Raub der Flammen geworden, jedoch zerstörten Brände beispielsweise den Stadtteil um Sankt Aposteln und das Martinsviertel. Der Rat beschloss daher, dass jeweils 13 Zimmerleute, Steinmetze, Schmiede und Dachdecker eine mehr oder weniger freiwillige Feuerwehr bilden sollten. Als Entschädigung erhielten sie zu Lichtmess (2.Februar) von der Stadt einen neuen Rock.

1450

nach gut 90 Jahren wurde die Brandordnung der Stadt Köln erneuert und die erste hauptamtliche Feuerwehr ins Leben gerufen. Sie gliederte sich in vier Rotten, bestehend aus je einem Brandmeister und 12 Mann. Ihre Unterkünfte befanden sich in den Gebürhäusern der Stadtteile Oversburg, Niedrich, Sankt Aposteln und bei Sankt Brigida. Parallel gab es eine Art Reservefeuerwehr die sich aus den vier Mönchsorden der Karmeliter, der Augustiner, der Minoriten und der Dominikaner bildete.

1583

wurde der städtische Feuerschutz an die Gaffeln übertragen. Zusätzlich zu den Kirchenspielen mussten nun auch sie Löschgeräte beschaffen und in den Zunfthäusern aufbewahren. Die Bannerherren und Amtmeister der Gaffeln waren dafür verantwortlich, dass die vorgeschriebene Anzahl von Feuerhaken, Eimern, Leitern und Wasserfässern stets im gebrauchsfähigen Zustand war.

1665

Der Einsatz einer Feuerspritze wird erstmals am 9.Juni 1665 erwähnt. Sie muss sich bewährt haben, da der Stadtrat die Vorsteher der Kirchenspiele aufforderte, Geld für die Beschaffung von neuen Feuerspritzen zu sammeln.

1723

erhielt Köln endlich die ersten neuen „Spreutzen“ (Spritzen). Zwei Kölner Kupfer- und Glockengießer wurden zu deren  „Ober-Direktores“ ernannt. Zum Ende der freien Reichstadt Köln wurde die Bedienung der städtischen Brandspritzen an die stadtkölnische Artillerie-Kompanie übertragen.

1801

wurde der Brandschutz unter französischer Verwaltung modernisiert. Am 19. August 1801 beschloss der erste Kölner Maire, Johann Peter Kramer, die Errichtung eines fast 300 Mann starken Corps Pompiers. Es wurde in vier Kompanien für jeweils eine der vier Sektionen des Stadtgebietes unterteilt. Jede Kompanie bestand aus je 50 Mann mit fünf Spritzen und einem Chef und Souschef für die Spritzen. Die Mannschaft sollte aus Arbeitern bestehen, die im Sold der Stadt standen. Die großen Spritzen und Wasserfässer auf Schlitten wurden von den Zugpferden benachbarter Bürger zur Einsatzstelle gezogen. Zusätzlich wurde ein „Corps Ouvriers“ gebildet, dessen Mitglieder neun Dachdecker, vier Maurer, drei Kaminfeger und vierzehn Zimmerleute waren. Sie alle erhielten einen Lohn und Einquartierungsfreiheit. An den Einsatzstellen wurden sie zudem von männlichen Bewohnern tatkräftig unterstützt.

In jeder Sektion versah ein Wächter Dienst. Seine Aufgabe war es, alle Viertelstunde zu kontrollieren, ob ein Brand ausgebrochen war.

1805

Am 26. April des Jahres wurde das ganze Corps erstmalig auf die Probe gestellt, als der Konvent zum Lämmchen auf der Burgmauer mit dem darin eingerichteten Tabaklager vollständig abbrannte. Die preußische Verwaltung behielt das Pompier-Corps bei und sah es als mustergültig für alle preußischen Städte an.

In den folgenden Jahrzehnten traten immer wieder Missstände auf, die zu Diskussionen zwischen dem Polizeipräsidenten, dem Rat der Stadt und dem Vorstand des Pompier-Corps führten.

1863

Nach vielen Bränden gab es immer wieder Vorwürfe gegen das Pompier-Corps, so dass der Rat der Stadt Köln beschloss, einen hauptamtlichen Brand–Director zu ernennen. Dies geschah am 6. August 1863. Der Maurermeister Hermann Esser übernahm als Chef der Feuerwehr die Aufgaben als technischer Stellvertreter des Polizeipräsidenten und erhielt hierfür eine Aufwandsentschädigung.

Im gleichen Jahr schlug Esser vor, dass im Rathaus ein Wachlokal mit einer Spritze, einem Wasserfass sowie m Handwagen mit Rettungsapparaten eingerichtet werden sollte. Es sollten 16 Mann nur nachts das Wachlokal besetzten. Des Weiteren reorganisierte er das Pompier–Corps und wies an Stelle der Turner die Rettungskompanie dem bestehenden Ouvriers-Corps zu.

1866 – 1868

In den weiteren Jahren entstanden weiter Verbesserung und Neuerungen im Pompier–Corps und der Stadt. Zuerst wurde ein beheizbares Spritzendepot im Garten des Schulleiters der Kirche St. Aposteln gebaut und acht Pompiers besetzten dieses im Zeitraum von 21:00 Uhr bis 6:00 Uhr fest. Als Löschgeräte standen ihnen eine Saug- und Druckspritze sowie ein Wasserfass zu Verfügung